29/04/2026 0 Kommentare
Christi Himmelfahrt - Zwischen Himmel und Erde
Christi Himmelfahrt - Zwischen Himmel und Erde
# Begriffe des christlichen Lebens

Christi Himmelfahrt - Zwischen Himmel und Erde
Wir sind im Wandel.
Immer wieder verändert sich unsere Umgebung und unser Umfeld. Aber nicht nur das, auch wir stehen in unserem Leben immer wieder vor Übergängen. Vom Kind zum Erwachsenen. Von der Schule zur Ausbildung. Der erste Job. Vom Leben in einer „Junggesellenbude“ zur ersten gemeinsame Wohnung mit dem Partner. Fragen nach Sinn und Identität. Wir fragen uns immer wieder: Was jetzt? Wo führt mein Weg lang?
Das sind Momente des Übergangs. Zwischen dem, was war und dem, was kommt. Momente der Unsicherheit. Vielleicht auch Momente des Bangens, ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
In jedem Übergang steckt Verunsicherung, aber auch Verheißung. Gott ist auch da, wo wir ihn nicht sehen. Und vielleicht ist er gerade dann besonders nah.
Wir werden nicht alleine gelassen auf unseren Übergängen, wir müssen nur offen sein, uns immer wieder Mut zusprechen und an uns selbst glauben.
Jesus Christus spricht: “... aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. (Apostelgeschichte 1, 8 - 9)
Christi Himmelfahrt ist genau so ein Moment des Übergangs. Jesus verlässt seine Jünger körperlich und lässt sie mit offenen Fragen zurück. Wie soll es weitergehen?
Die Jünger stehen zwischen Himmel und Erde. Der vertraute Jesus ist nicht mehr greifbar, die Verheißung des Geistes noch nicht erfüllt. Ein Moment der Unsicherheit. Der Himmel scheint weit, die Erde fremd. Und sie selbst? Verunsichert. Wartend.
„Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ (Apostelgeschichte 1, 10 - 11)
Die Zeit des Wartens ist nicht sinnlos. Sie ist eine Einladung zum Vertrauen. Zum Losgehen. Zum Leben im Jetzt. Auch wenn Jesus geht, bleibt er nicht fern. Er überlässt uns nicht dem Schwebezustand. Er geht, damit Neues beginnen kann. Damit der Geist kommt. Seine Nähe. Seine Wegweisung.
Was steht ihr da und schaut zum Himmel? Eine einfache Frage – aber auch Gottes Einladung: Nicht starren. Nicht festhalten. Sondern vertrauen. Weitergehen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie im Glauben an sich selbst und Gott den Halt finden, den Sie auf Ihrem Weg brauchen.
Bleiben Sie behütet.
Ihre Laura Lopes da Silva
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