Konfirmation
Impulse für den Glauben
Die Konfirmation bedeutet „Bestätigung“ (lateinisch „confirmatio“). Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sagen vor der Gemeinde ihr persönliches „Ja“ dazu, dass sie ein Leben als Christ(in) führen möchten. Sie bekräftigen bei der Konfirmation als religionsmündige Menschen das Versprechen, das ihre Eltern und Paten bei ihrer Taufe gegeben haben.
Mit der Konfirmation gelten die Konfirmierten als mündige Mitglieder der christlichen Gemeinde und können nun auf der Grundlage der Bibel selbst über ihren Glauben entscheiden.
Die Zeit vor der Konfirmation ist keine Paukerei von Lehrsätzen des christlichen Glaubens, sondern gemeinsame Unterrichtung darin, worum es bei der Sache mit Gott eigentlich geht. Der „Konfirmandenunterricht“ (KU) zielt darauf ab herauszufinden: „Glaube ich das, worauf hin ich getauft bin?“ Das braucht Zeit und bietet zugleich Chancen für kreatives Gestalten. Wir nehmen uns dazu in der Regel ein Jahr Zeit.
Grundsätzlich laden wir alle in Frage kommenden Jugendlichen ein Jahr vor ihrem 14. Geburtstag ein, vorab an einem Informations- und Anmeldetreffen teilzunehmen und dabei ein für sie passendes KU-Modell zu wählen. Natürlich können auch Jugendliche teilnehmen, die noch nicht getauft sind. Schließlich geht es um eine persönliche Entscheidungsfindung und die Frage: „Gott und ich - Wie passen wir zusammen?“
Der Unterricht beginnt kurz vor oder unmittelbar nach den Sommerferien und endet in der Regel im Mai des darauffolgenden Jahres. Die aktuellen Termine zur Anmeldung für den einjährigen KU erfahren sie im Frühjahr aus unserem Gemeindebrief oder auf dieser Homepage. (s. Anmeldeformular)
Übrigens: Einmal im Jahr laden wir ein zur Feier der „Goldenen Konfirmation“. Eingeladen sind alle, die in unserer Kirche konfirmiert wurden und 50 Jahre oder länger auf das Ereignis ihrer Konfirmation zurückblicken können. Wenn dies auf Sie zutrifft und Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an unser Gemeindebüro.
Häufig gestellte Fragen zur Konfirmation
• Mein Kind ist nicht getauft. Kann es konfirmiert werden?
Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird es am Ende des Konfirmandenunterrichts oder während der Konfirmation getauft. Dies geschieht in enger Absprache mit den handelnden TheologInnen.
• Ist der Unterricht in einer anderen Gemeinde möglich?
Zunächst einmal sollten Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind in Ihrer Gemeinde vor Ort zum Kirchlichen Unterricht geht. Dies bietet sich an, weil Freundinnen und Klassenkameraden dort sind und so die Vertrautheit am größten ist. Wenn Sie aber gute Gründe dafür haben, Ihr Kind in eine andere Gemeinde zu schicken, so fragen Sie bitte den dann zuständigen Pfarrer bzw. die Pfarrerin.
• Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?
Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und schön. Wer dann das Patenamt übernehmen will, muss konfirmiert sein.
• Welche Rechte erhält man durch die Konfirmation?
Mit der Konfirmation wird u.a. das Recht zugesprochen, in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate / Patin zu werden und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden. Wenn jemand als Erwachsener getauft wird, so kommt der Taufunterricht dem Konfirmandenunterricht gleich. Was soll mein Kind bei der Konfirmation anziehen? Die Kleidung sollte den festlichen Charakter des Tages unterstreichen. Besprechen sie die Frage am besten mit Ihrem Kind und bei einem Elternabend mit einem Pfarrer unserer Gemeinde.
• Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?
Fotos werden vor und/oder nach dem Gottesdienst von einer professionellen Fotografin gemacht; die Möglichkeit, einen Film zu erstellen, wird am Elternabend abgesprochen. Darüber hinaus ist Fotografieren und Filmen während des Gottesdienstes nicht erlaubt, um die Würde des Gottesdienstes zu wahren und unnötige Unruhe zu vermeiden.
• Endet das Patenamt mit der Konfirmation?
Offiziell enden die Aufgaben der Paten mit der Konfirmation, weil der oder die Jugendliche dann religionsmündig ist. Aber es ist schön, wenn die guten Kontakte zwischen Paten und Patenkind ein Leben lang bestehen bleiben! Konfirmation als Erwachsener Für die Konfirmation gibt es keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist, dass Sie getauft sind. Zur Vorbereitung auf die Konfirmation, bei der Sie im Gottesdienst zusammen mit der versammelten Gemeinde den christlichen Glauben öffentlich bekennen, ist eine kirchliche Unterweisung nötig. Wie diese im Einzelnen aussieht erfragen Sie bitte bei dem für Sie zuständigen Pfarrer.