09/04/2026 0 Kommentare
Frohe Ostern!?
Frohe Ostern!?
# Andacht to go

Frohe Ostern!?
Kleiner Stimmungstest zu Beginn: Wie froh waren Sie an den Ostertagen – wenn überhaupt?
Gewünscht hat man es Ihnen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit womöglich mehrfach, wenn Sie sich am Sonntag oder Montag aus dem Haus oder ans Telefon gewagt haben.
Schließlich gehört sich das doch: „Frohe Ostern“ genauso wie vor ein paar Monaten „frohe Weihnachten“ und demnächst wahrscheinlich „frohe Pfingsten“.
Nichts dagegen übrigens: Doch wann sind Sie, bin ich eigentlich „froh“?
Mir fällt zugegeben als Erstes ein: Manchmal bin ich froh, wenn ich einfach nur meine Ruhe habe, das Telefon schweigt und keiner was von mir will.
Nun: In diesem Jahr war bei uns die Bude voll mit Familie, unter anderem angereist aus dem schönen Freistaat Sachsen. Da war ich froh, dass alle gut hin und auch wieder zurückgekommen sind.
Froh war wahrscheinlich auch Carsten Pudel, der Organisator des Remscheider Ostertrödels – und das gleich mehrfach: Wegen des schönen Wetters am Montag, aber auch wegen der damit verbundenen Menschenmassen, die sich dann auch noch halbwegs gesittet benommen haben.
Angesichts dieser natürlich nicht repräsentativen Auswahl wäre der Zustand „froh“ also eingetreten, wenn alles noch mal gut gegangen ist.
Heißt das: Wir wünschen uns gegenseitig, dass an den Feiertagen endlich mal alles einigermaßen glatt läuft? Vielleicht ja.
Vielleicht ist „man“, sind wir ja tatsächlich froh, wenn alles und alle einigermaßen ordentlich über die feiertäglichen Runden kommen angesichts eines Ostereis namens Erde, das permanent von einer Krise in die andere gerollt wird.
Oder haben Sie etwa gehört, dass an Ostern weltweit die Waffen geschwiegen haben, niemand hungern musste, keiner einsam und verlassen war?
Ernsthaft: Deswegen mag ich den guten alten Ostergruß der frühen Christenheit samt dazugehöriger Antwort sehr. Der Gruß lautet: „Christus ist auferstanden!“ und die Antwort darauf „ER ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!“.
Mir macht das Mut eben nicht nur für die Feiertage, sondern für den leider oft anstrengenden Alltag.
„Christus ist auferstanden!“: Gott hat das letzte Wort, lässt niemanden einfach in Angst, Not und Tod verkommen. Jede und jeden Einzelnen nicht und die herumirrende Menschheit als ganze nicht.
„Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende“ spricht der an Ostern auferstandene Christus. Diese Zusage gilt – und zwar uns allen.
Verbunden mit ihr gilt aber auch die klare Ansage: „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe!“
Modern gesprochen: „Macht euch auf den Weg und überzeugt alle davon, dass diese Welt nach wie vor Gottes Eigentum ist und wir am Besten damit fahren, Worte wie „liebe deinen Nächsten!“ oder gar „liebet eure Feinde!“ nicht zu bloßen Lippenbekenntnissen verkommen zu lassen.
In diesem Sinne Ihnen allen frohe, vor allem aber gesegnete Ostern!
Ihr Axel Mersmann
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