03/09/2026 0 Kommentare
Gut begleitet auf neuen Wegen
Gut begleitet auf neuen Wegen
# Andacht to go

Gut begleitet auf neuen Wegen
In dieser Woche hat die Schule wieder begonnen.
Für die einen vielleicht gar nicht so besonders spannend. Eine neue Klasse, vielleicht ein neuer Klassenraum, ein paar neue Fächer – aber eigentlich geht es einfach weiter. Eine Stufe höher, ein weiteres Schuljahr.
Für andere ist dieser Beginn etwas ganz Besonderes, für die Erstklässlerinnen und Erstklässler. Für sie ist vieles neu. Ein neuer Schulweg, ein neues Gebäude, neue Lehrerinnen und Lehrer, neue Mitschülerinnen und Mitschüler. So vieles, was sie noch nicht kennen.
Und vielleicht ist da neben der Vorfreude auch ein bisschen Angst. Ein mulmiges Ge-fühl im Bauch. Die Frage: Wie wird es wohl werden? Werde ich Freunde finden? Werde ich mich zurechtfinden? Werde ich das alles schaffen?
Aber nicht nur für die Kinder beginnt etwas Neues. Auch für Eltern, Großeltern und Familien verändert sich etwas. Sie lassen ein Stück weit los und vertrauen darauf, dass ihr Kind seinen eigenen Weg gehen wird. Und auch da kann Unsicherheit mitschwin-gen.
Genau in solchen Momenten sprechen wir gerne von Gottes gutem Segen.
Wir bitten darum, dass Gott die Schülerinnen und Schüler begleitet – auf ihrem Schulweg, in den Klassenzimmern, auf dem Pausenhof und bei all den großen und kleinen Abenteuern, die vor ihnen liegen.
Das Wort „Segen“ kommt vom lateinischen benedictio. Es geht zurück auf bene-dicere: bene bedeutet „gut“ und dicere „sagen“. Wörtlich bedeutet Segen also: gut von jemandem sprechen, jemanden loben, etwas Gutes zusprechen.
Vielleicht ist genau das ein schönes Bild für Gottes Segen.
Gott sagt uns etwas Gutes zu.
Nicht: „Du wirst niemals Angst haben.“ Nicht: „Es wird immer alles leicht sein.“ Und auch nicht: „Du musst alles alleine schaffen.“
Sondern: „Ich bin bei dir.“
Du darfst losgehen. Du darfst Neues ausprobieren. Du darfst Fehler machen. Du darfst Fragen stellen. Du darfst manchmal Angst haben. Und du darfst darauf vertrauen: Du bist nicht allein.
Gottes Segen ist dabei kein Schutzschild, das alles Schwierige von uns fernhält. Er ist vielmehr die Zusage: Egal, was kommt, Gott geht mit.
Das gilt aber nicht nur für die Erstklässler und Erstklässlerinnen, sondern natürlich auch für alle Erwachsene. Denn auch wir begeben uns immer wieder auf neue Wege, bei denen etwas Angst mitschwingt.
Möge Gottes guter Segen euch und Sie alle auf neuen Wegen begleiten.
Ihre Pfarrerin Greta Wolske
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