13/05/2026 0 Kommentare
Hör’ doch mal!
Hör’ doch mal!
# Andacht to go

Hör’ doch mal!
Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnädig und antworte mir! Psalm 27,7
Hör’ doch mal! Oder: Hör mal zu! – Solche Sätze kennt jeder. Wenn wir zum Hören aufgefordert werden, ist es wichtig oder dringend. Der kommende Sonntag hat ebenfalls mit dem Hören zu tun. Dies sagt schon sein alter lateinischer Name: Exaudi – höre! Es ist der Sonntag ‚dazwischen‘. Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Jesus ist mit Himmelfahrt ‚weg‘ und die Gabe des Geistes zum Pfingstfest noch nicht geschehen. Für die Jünger bedeutet die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten eine Durststrecke. Jesus ist weg, sie sehen ihn nicht mehr. Wie wird es jetzt mit ihnen weitergehen? Was hilft in der Krise? Nicht der verklärte Blick zurück, sondern der erwartungsvolle Blick zu Gott. Herr, höre meine Stimme! Bitten um die verändernde Kraft Gottes und alle Sinne auf Empfang gestellt.
Exaudi – höre! Ganz klar – Gott soll auf unsere Stimme, auf unser Gebet, unser Fle-hen hören. Aber gilt nicht auch das Umgekehrte? Exaudi – höre! Wie sieht es mit meinem Hören auf Gott aus, mit meinem Hören auf seine Stimme? Beides gehört doch wohl zusammen. Die biblischen Texte des Sonntages spiegeln genau dies wieder.
Da ist der Psalm 27,7 mit seiner Bitte „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!“ Aber auch die Erzählung des jungen Samuel (1. Sam 3), der in der Nacht Gottes Stimme hört: „Da kam der Herr und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört.“
Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Jens Eichner
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