Wenn der Sommer nach Melone schmeckt

Wenn der Sommer nach Melone schmeckt

Wenn der Sommer nach Melone schmeckt

# Andacht to go

Wenn der Sommer nach Melone schmeckt

Es gibt diese typischen Sommertage: Die Luft ist warm, die Sonne steht hoch, und im Kühlschrank wartet eine kalte Wassermelone. Kaum etwas schmeckt dann erfrischender. Man schneidet sie auf, und plötzlich leuchtet einem dieses kräftige Rot entgegen, so saftig, süß und voller Leben.

Dabei sieht eine Melone von außen oft ziemlich unspektakulär aus. Eine harte Schale, manchmal dunkel grün, manchmal gestreift. Erst wenn man sie öffnet, zeigt sich, was wirklich in ihr steckt.

Genau dieses Bild hat mich an einen Vers aus der Bibel erinnert:

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

Kann man denn Trauben lesen von den Dornen

oder Feigen von den Disteln?“

(Matthäus 7,16)

Jesus lenkt den Blick weg von der Schale hin zum Inneren. Denn wie eine Frucht zeigt, an welchem Baum sie gewachsen ist, so macht unser Leben mit der Zeit sichtbar, was unser Herz erfüllt.

Von außen und von innen

Wir leben in einer Zeit, in der vieles nach außen gerichtet ist. Profile, Bilder, erste Eindrücke und oft entscheidet die äußere Hülle, ob etwas Aufmerksamkeit bekommt. Doch Gott schaut tiefer.

Eine Melone kann perfekt aussehen und trotzdem unreif sein. Umgekehrt kann eine unscheinbare Frucht überraschend süß schmecken. So ist es auch bei Menschen. Nicht das perfekte Bild macht ein erfülltes Leben aus, sondern die Frucht, die aus dem Inneren wächst: Liebe, Ehrlichkeit, Geduld, Frieden und Freundlichkeit.

Die Frucht reift mit der Zeit

Was ich an (Sommer)früchten faszinierend finde: Sie lassen sich nicht beschleunigen. Eine Melone reift nicht, weil man sie unter Druck setzt. Sie braucht Sonne, Wasser, Geduld und Zeit.

Das ist für mich ein tröstlicher Gedanke. Denn wir oft wünschen wir uns manchmal auf Knopfdruck mehr Geduld, mehr Frieden oder mehr Vertrauen. Vielleicht sehen wir in unserem Leben gerade keine große Veränderung. Vielleicht fühlen wir uns eher wie eine Frucht, die noch nicht ganz reif ist. Auch müssen wir nicht alles sofort und so schnell wie möglich erreichen.

Dann dürfen wir wissen: Gott ist geduldig, voller Vertrauen und immer an unserer Seite, egal wie holprig und langwierig der Weg ist. Er lädt uns ein, vielleicht auch ein wenig zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu sammeln.

Eine kleine Sommerfrage

Wenn Sie heute eine Melone aufschneiden, halten Sie doch einen Moment inne und fragen sich:

Welche Frucht lässt Gott gerade in meinem Leben wachsen?

Vielleicht ist es Geduld in einer schwierigen Situation. Vielleicht Freundlichkeit gegenüber einem Menschen, der uns herausfordert. Vielleicht einfach die Freude darüber, dass Gott uns nicht nach der perfekten Schale beurteilt, sondern nach dem was unser Herz prägt. Der Sommer erinnert uns daran: Gott ist ein Gott des Wachstums. Und wie jede gute Frucht darf auch unser Leben unter seiner Sonne reifen und das Schritt für Schritt und Tag für Tag.

Wir wünschen Ihnen einen Sommer voller kleiner Wunder, erfrischender Momente und der Gewissheit, dass Gott auch in Ihnen eine gute Frucht wachsen lässt.

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