Zum Gedenktag des heiligen Christophorus

Zum Gedenktag des heiligen Christophorus

Zum Gedenktag des heiligen Christophorus

# Andacht to go

Zum Gedenktag des heiligen Christophorus

Am 25. Juli gedenkt die Kirche weltweit des heiligen Christophorus. In Deutschland ist auch der 24. Juli geläufig. Sein Name bedeutet „Christusträger“.

Obwohl seine Existenz nicht sicher bewiesen werden kann, erzählt die bekannte Legende von einem großen und starken Mann, der Reisende durch einen gefährlichen Fluss trug. Eines Tages bat ihn ein kleines Kind um Hilfe. Während er das Kind auf seinen Schultern durch das Wasser trug, wurde die Last immer schwerer. Aber er schaffte es. „Mehr als die Welt hast du getragen“, sagt das Kind zu ihm, „der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde“. Das Kind drückt ihn in das Wasser und tauft ihn so. Am anderen Ufer erkennt Christophorus in dem Kind Jesus Christus, seinen Herrn. Er erhält den Auftrag, seinen Stab in die Erde zu stecken und als Bestätigung seiner Taufe werde er schön blühen. Als Christophorus am nächsten Morgen erwacht, ist aus dem trockenen Stab ein fruchttragender Palmbaum geworden.

Es gibt noch einige andere überlieferte Erzählungen, aber diese ist die bekannteste.

Christophorus wird als einer der vierzehn heiligen Nothelfer verehrt und gilt u.a. als Patron der Seeleute, Reisenden, Soldaten, Autofahrer und Bergleute. Viele Menschen denken an ihn, wenn sie eine Reise antreten. Dahinter steckt kein Aberglaube, sondern ein Ausdruck des Vertrauens.

Jeder Tag führt uns auf neue Wege, ob zur Arbeit, in die Schule, zu einem Arzttermin, in den Urlaub oder durch schwierige Lebenssituationen. Wir wünschen uns Schutz, Orientierung und einen guten Ausgang.

Die Legende des Christophorus stellt eine wichtige Frage: Was tragen wir heute auf unseren Schultern?

  • Verantwortung für andere

  • Sorgen um die Zukunft

  • Krankheit und Erschöpfung

  • Konflikte in Familie oder Beruf

  • Einsamkeit und Angst

Manchmal wird eine Last plötzlich schwerer, als wir erwartet haben. Gerade dann kann der Blick auf Christophorus trösten. Der starke Mann erkennt, dass das Entscheidende nicht seine eigene Kraft ist, sondern die Begegnung mit Christus, der ihm nahekommt.

Auch wir dürfen wissen: Wir müssen nicht alles alleine tragen. Christus trägt uns. Auch wenn unsere Kräfte nicht ausreichen, dürfen wir darauf vertrauen, dass seine Hand uns hält und sicher ans Ufer führt.

Der Gedenktag lädt uns aber auch ein, selbst zu „Christusträgern“ zu werden. Das geschieht oft nicht in großen Taten, sondern in kleinen Gesten. Einem aufmerksamen Zuhören, einer helfenden Hand, ermutigenden Worten oder Geduld im Straßenverkehr.

Wer einem Menschen nur ein bisschen Liebe und Barmherzigkeit schenkt, trägt etwas von Christus in die Welt.

Impuls für den Tag:

Wo kann ich heute einem Menschen helfen, ein Stück seines Weges zu erleichtern?

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