Stadtkirche
Die Evangelische Stadtkirche zu Remscheid ist die älteste Kirche Remscheids und hat in ihrer langen Geschichte viele Wandlungen, viele Zerstörungen und viele Neuanfänge mitgemacht.
Zuletzt wieder aufgebaut und renoviert nach der völligen Zerstörung in der Bombennacht vom 31. Juli 1943, wurde versucht, dieser vielfältigen Geschichte innerhalb der Kirche Raum zu geben.
Im Eingangsbereich rechts lässt sich die Geschichte dieser Kirche im Überblick an der Wand ablesen.
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In ihrer Vergangenheit war die Stadtkirche 400 Jahre an den Johanniterorden gebunden, beginnend mit der Schenkung der Kirche an den Orden zwischen 1173 und 1189. Das Johanniterkreuz im Steinboden des Eingangsbereiches erinnert an diese Geschichte. Unter den Johannitern wuchs die Gemeinde, und aus der ersten Kirche an diesem Ort, einem kleinen Saalbau, wurde eine spätromanische dreischiffige Kirche.
Umrisse der Vorgängerkirchen, von denen man bei einer Ausgrabung im Kircheninneren Reste gefunden hat, kann man auf dem vor der Kirche liegenden Ambrosius-Vaßbender-Platz in Stein gemeißelt sehen.
Dort wird mit aufgestellten Grabsteinen auf die Geschichte der Kirche als Grablege hingewiesen; dort befindet sich aber auch ein Stein, auf dem die verschiedenen Grundrisse der Stadtkirche ineinander gearbeitet worden sind.
Genutzt wird in den Gottesdiensten aber inzwischen die Kanzel, die zusammen mit dem Taufbecken auf derselben Ebene wie der Altar steht. In diesem Altarbereich können wir noch ein Relikt aus alten Zeiten finden: Eine “Lavabo-Nische” mit Ablauf weist darauf hin, dass der Johanniterorden, auch nachdem in der Stadtkirche bereits lutherische Prediger ihren Dienst taten (der erste war Ambrosius Vaßbender), beim Wiederaufbau nach einem Brand (1723) trotzdem auf den kanonisch-liturgischen Richtlinien bestand und die rituelle Waschung der Hände ermöglicht werden sollte. Diese Lavabo-Nische ist bei der Renovierung 1979 wieder freigelegt worden.
Der Innenraum der Stadtkirche wird heute optisch von der Beckerath-Orgel bestimmt, die seit 1981 zu allen Gottesdiensten und vielen Konzerten erklingt. Sie hat 25 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Übereinanderordnung von Altar, Kanzel und Orgel war hier bereits seit 1753 zu finden und soll auf die drei wesentlichen Bestandteile des evangelischen Gottesdienstes – Abendmahl (Altar), Wort Gottes (Kanzel) und Lobgesang (Orgel) – hinweisen.
Genutzt wird in den Gottesdiensten aber inzwischen die Kanzel, die zusammen mit dem Taufbecken auf derselben Ebene wie der Altar steht. In diesem Altarbereich können wir noch ein Relikt aus alten Zeiten finden: Eine “Lavabo-Nische” mit Ablauf weist darauf hin, dass der Johanniterorden, auch nachdem in der Stadtkirche bereits lutherische Prediger ihren Dienst taten (der erste war Ambrosius Vaßbender), beim Wiederaufbau nach einem Brand (1723) trotzdem auf den kanonisch-liturgischen Richtlinien bestand und die rituelle Waschung der Hände ermöglicht werden sollte. Diese Lavabo-Nische ist bei der Renovierung 1979 wieder freigelegt worden.
Orgel
Im Rahmen der grundlegenden Renovierung durch die Fa. Ochsenfarth/Paderborn wurde 1978 eine neue Orgel bei der Fa. Rudolf von Beckerath Orgelbau GmbH/Hamburg in Auftrag gegeben.
Das Eichen-Orgelgehäuse wurde von der Fa. Tombusch-Brumann aus Ascheberg gebaut. Die Orgel hat 25 klingende Stimmen, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal und steht wieder im „Angesicht“ der Gemeinde an der Ostwand auf einer großen Empore.
Seit sie am Sonntag Judika, 05.04.1981, in den Dienst der Gemeinde gestellt wurde (mit einem Festgottesdienst und einem Orgelkonzert von Prof. Gerd Zacher), erklingt sie oft und vielfältig zum Lobe Gottes und zur Freude der Gemeinde und der Musikfreunde.
1999 wurde sie gereinigt und neu intoniert, ein Tribut an die Umweltverschmutzung, die auch vor der alten Kirche der „Seestadt auf dem Berge“ nicht Halt macht.
Die Charakteristik der einzelnen Stimmen (vor allem auch der fünf Zungenstimmen), die Klangfülle des Plenums, die leichte Spielbarkeit, die Zuverlässigkeit der Mechanik und der Setzer, verbunden mit der ausgezeichneten Akustik der Stadtkirche tragen dazu bei, dass dieses Instrument zu den farbigsten und klangschönsten Orgeln im Kirchenkreis Lennep zählt. Auf ihr lässt sich fast die ganze Orgel-Literatur darstellen, von alter Musik über Werke der Romantik (auch symphonische) bis zu Kompositionen der Gegenwart.
Impressionen